Gerade für verheiratete Paare stellt sich irgendwann die Frage, wie sie ihr Testament gestalten möchten. Der Regelfall ist, dass Ehepartner ein gemeinschaftliches Testament errichten. Man spricht auch von einem Berliner Testament. Hierbei handelt es sich um eine gemeinschaftliche Regelung, in der sich die beiden Ehepartner gegenseitig zu alleinigen Erben erklären. Das Berliner Testament ist als Muster im Internet zu finden. Die Vorlagen können hierbei bequem und spielend leicht heruntergeladen werden. Das Berliner Testament als Muster beinhaltet die wichtigsten Elemente, die für ein rechtskräftiges Testament vonnöten sind. Lediglich einige Elemente, wie Name und Ort, müssen von den Eheleuten verändert und an die persönlichen Daten angepasst werden. Wichtig ist jedoch, dass das Berliner Testament als Muster niemals mit einem echten Testament gleichgesetzt werden kann. So ist eine wichtige Regel, dass ein Testament nur dann gültig ist, wenn es handschriftlich angefertigt wurde, das heißt das Berliner Testament dient als Vorlage lediglich der Orientierung und gibt Auskunft darüber, was die Erbregelung in Form eines Berliner Testaments beinhalten muss. Es reicht also nicht aus, nur die Lücken im Mustertext auszufüllen. Der Wortlaut der Vorlage kann verwendet und übernommen werden, allerdings ist es notwendig, dass die Ehepartner den Text noch einmal handschriftlich niederschreiben, damit das Testament an Gültigkeit gewinnt. Es reicht aus, wenn ein Ehepartner den Text schreibt und das Testament unterschreibt. Der andere Partner muss lediglich seine Unterschrift unter den Text setzen und das Testament durch seine Signatur bestätigen. Beim Berliner Testament setzen sich die beiden Eheleute gegenseitig als Alleinerben ein. Sinn ist dabei, dass die gemeinsamen Kinder das Vermögen erst nach dem Tod beider Elternteile erben. Es besteht also für die Eheleute der Vorteil, dass der überlebende Partner in der Verfügung über den Nachlass nicht beschränkt ist sondern vielmehr frei über das Vermögen verwalten kann. Verstirbt auch der zweite Ehepartner, so geht das Vermögen beider Eheleute als Vermögensmasse an die gemeinsamen Kinder oder zuvor im Testament bestimmte Dritte über.

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